Strompreisentwicklung in Deutschland 2010 / 2011
Obwohl die Stromproduzenten seit Jahren steigende Gewinne einfahren, die zum Teil im Milliardenbereich liegen, werden diese Gewinne jedoch nicht mit Strompreissenkungen an den Kunden weitergegeben. Begründet wird dies oft mit den hohen Kosten und den steigenden Steuern. Wird kritisch nachgefragt, dann erklären die Konzerne, dass die Netzgebühren gestiegen sind, die Mehrwertsteuer und dass das EEG (erneuerbare Energien Gesetz) die Konzerne Unsummen kosten und dass sie keine Wahl haben, als die Strompreise zu erhöhen. Obwohl nachgewiesen ist, dass die Strompreisbildung nicht verhältnismäßig ist und sogar von den Konzernen künstlich beeinflusst wird, ändert sich nichts an der Preispolitik. Das liegt unter anderem mit Sicherheit auch daran, dass die steuerlichen Gewinne für den Staat bei ca. 40 % liegen. So setzt sich der Strompreis aus dem Netzentgelt, dem Strombezug, der Umsatzsteuer, der Stromsteuer, der Konzessionsabgabe, der Kraft-Wärme-Kopplung und der Abgabe für erneuerbare Energien, den Vertrieb und die Messkosten zusammen.
Da ist es also kein Wunder, wenn viele Verbraucher den Überblick verlieren und so mancher Konzern weiter fröhlich an der Preisschraube dreht. Seit dem Jahr 2000 ist der Strompreis von durchschnittlich 0.1191 Cent trotz zwischenzeitlicher Senkungen auf 0.1401 Cent im Jahr 2009 gestiegen, seit dem Frühjahr 2010 sind die Preise der Stromanbieter schon um 2 % gestiegen und sie werden bis zum Jahresende mit ziemlicher Sicherheit noch weiter steigen. Für das Jahr 2011 werden sogar Preissteigerungen von bis zu 10 % erwartet. Diese enormen Steigerungen werden mit den erhöhten Förderkosten bei Solarstrom begründet. Dadurch, dass das erneuerbare Energien Gesetz dem Betreibern von Solaranlagen zusichert, dass sie ihren Strom ganze 20 Jahre lang zu stabilen Preisen in das Netz einspeisen können, entstehen den Konzernen erhöhte Kosten, die wiederum umgelegt werden, auf alle Verbraucher. Daher werden die Strompreise bundesweit, wenn eventuell auch unterschiedlich hoch, steigen.
So freut sich zwar die Umwelt über eine steigende Anzahl von Solaranlagen, aber alle Verbraucher, die daraus keinen Nutzen ziehen können, werden das Nachsehen haben und im wahrsten Sinne des Wortes draufzahlen müssen. In weiser Voraussicht auf die zu erwartenden Preissteigerungen geben die Konzerne auch kaum noch preisbindende Garantien für 12 Monate, sondern höchstens noch für vier bis sechs Monate. Als Verbraucher kann man sich nur wehren, indem man den Anbieter wechselt.
geschrieben am September 3rd, 2010 mit
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#1. November 5th, 2010, at 5:19 PM.
Die EEG-Umlage ist ab 2011 bei über 3,5 Cent je kWh und das netto. Damit
steigt sie um ca. 70 %.. Wenn keine anderen Faktoren hinzukommen, dann wird es
zum Jahreswechsel eine neue Preisrunde geben..